Wie Haitianer den brasilianischen Fußball aufmischen: Viva Brasil!

In der Fußballdiaspora von Haiti formt eine NGO unbekannte Talente für die brasilianische Liga. Und träumt davon bald mit einem Flüchtlingsteam den Profifußball aufzumischen.

Von Tobias Käufer für 11freunde.de

Paty dos Alferes ist nicht gerade das was als der Nabel der Fußballwelt gilt. Gerade mal knapp 27.000 Einwohner zählt das kleine Städtchen im Bundesstaat Rio de Janeiro. Einmal im Jahr strömen rund 40.000 Gäste zum traditionellen Tomatenfest ins Dorf, ohne Stau sind es rund drei Auto-Stunden bis an die Copacabana in Rio und ins Maracana, wo der große brasilianische Fußball zu Hause ist.

Seit ein paar Tagen sind aber sind nicht mehr die Tomaten der ganze Stolz des katholischen Städtchens, sondern die »Perolas Negras« – die Schwarzen Perlen. So heißt der frischgebackene Meister der dritten Liga im Bundesstaat Rio de Janeiro. Gegen Campos gab es in Hin- und Rückspiel erst ein 0:0, dann einen 3:0-Sieg. Jetzt träumt der Klub, der bereits mit einer starken U-17 und U-20 erste Titel einheimste, von einer Karriere im Profi-Fußball. Das alles wäre nicht weiter außergewöhnlich, stammten nicht neun der Meister-Kicker von einem ganz anderen Fleckchen Erde.

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